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Aktuelles
Prozente kann man nicht einfach addieren. Dieser
im Alltag gern gemachte Fehler führt nach Erkenntnissen von Akshay Rao
von der Universität von Minnesota und seinen Kollegen zu
Fehleinschätzungen und finanziellen Einbußen.

Werden zwei prozentuale Veränderungen kombiniert - beispielsweise durch
einen zusätzlichen 25-Prozent-Rabatt auf einen ohnehin schon um 25
Prozent reduzierten Artikel -, dann gehen die meisten Kunden davon aus,
insgesamt 50 Prozent weniger zu zahlen. In Wirklichkeit erhalten sie
aber nur etwa 44 Prozent Ermäßigung, weil 25 Prozent vom bereits
heruntergesetzten Preis nur noch 19 Prozent des Ausgangspreises
ausmachen.
Dass Menschen im täglichen Leben konsequent in diese Falle tappen,
zeigten die Forscher, indem sie identische Waren einmal mit einem Rabatt
von 40 Prozent und ein anderes Mal mit einem doppelten Preisnachlass von
zuerst 25 und dann noch einmal 20 Prozent anboten. Obwohl der Endpreis
in beiden Fällen gleich war, zogen die Käufer die doppelte Ermäßigung
mit ihren gefühlten 45 Prozent dem einfachen Rabatt vor.
Bildungssystem Deutschland
Lange galt in Deutschland "Nur nicht zu früh": Kinder sollen ja erst in der Schule mit dem "Lernen" beginnen.
Pisa hat uns Deutschen in der Realität landen landen lassen - und siehe da, andere Länder machen es besser. Im Gesamtdurchschnitt beginnt schulische Förderung in unserem Lande schlicht zu spät und ist bei weitem nicht so leistungsfähig wie zum Beispiel in den skandinavischen Nachbarländern oder in Kanada. Hoffen wir das die neu gewonnenen Erkenntnisse auch umgesetzt werden und Schule endlich Spaß machen kann - Kindern, Lehrern und Eltern.
Als Forscher die Wirkung von Cannabis sativa (Deutsch Hanf ), dem natürlichen Lieferanten von Haschisch und Marihuana erforschten, stellten sie fest, daß der Cannabiswirkstoff, das Delta-9-Tetrahydrocannabinol(THC), an eine Rezeptor Namens CB1 im Hirn andocken. Müdigkeit, gesteigerter Appetit, intensivierte Sinneseindrücke und Gefühle, aber auch eine kurzzeitige Verschlechterung der Lernfähigkeit sind die wichtigsten Effekte dieser psychoaktiven Drogen und seit mehr als zwei Jahrtausenden bekannt.
Es blieb jedoch die Frage nach dem warum. Warum gibt es einen Rezeptor (eine Andockszelle) für einen Stoff, der nicht natürlich im Hirnstoffwechsel vorkommt ?
Der israelische Forscher Raphael Mechoulam von der Hebrew University in Jerusalem machte sich auf den Weg und fand heraus, das Hirnzellen einen Fettsäure-Abkömmling herstellen, der an den CB1 Rezeptor andockt. Dieser Stoff löst exakt die gleichen Effekte im Gehirn aus wie der Wirkstoff THC.
Den entdeckten Stoff nannte Mechoulam Anandamid nach dem Sanskritwort »ananda« − Glückseligkeit. Später entdeckten amerikanische Forscher einen zweiten Stoff mit den gleichen Eigenschaften. Damit war bewiesen, daß unser Gehirn sein eigenes Mariuhana produziert – sogar zwei Sorten. Dieses körpereigene Canabinoidsystem (Endocanobinoide) erfüllt wahrscheinlich viele Funktionen. Als gesichert gilt, daß die Endocanbinoide bei der Stressbewältigung eine wichtige Rolle spielen. So helfen sie schlicht schreckliche Erlebnisse wieder zu vergessen. Studien an Mäusen, denen der CB1 Rezeptor fehlt zeigten, daß diese Nager Schockerlebnisse nicht wie ihre „normalen“ Artgenossen wieder vergessen konnten. So wurden in einem Versuch beide Mäusetypen mit Elektroschocks geplagt, wobei die Nager ohne CB1 Rezeptor die Erlebnisse nicht wieder vergessen konnten und noch sehr lange unter Angstzuständen litten.
Die weiteren Wirkungen des Anandamid sind besonders für die Pharmaindustrie sehr interessant. So wurde bereits die appetitanregende Wirkung mit einem Rezeptorblocker „umgedreht“ in der Hoffnung einen zentralwirkenden Appetitzügler zu finden. Erste Forschungsergebnisse zeigten rapide Gewichtsabnahmen bei den Probanden.
Die eigentliche Wirkung des Endocanbinoid ist sicherlich eine ganz andere – nämlich der Schutz der Hirnzellen durch die Verhinderung einer Übererregung und dem Ausschütten von Stresshormonen wie Cortisol. Endocanabinoide, wie auch THC, lassen Blutdruck und Puls absinken, Muskeln erschlaffen und senken motorische und geistige Aktivität. Was in den Schocksituationen Sinn macht, ist im täglichen Leben nicht nur lebensgefährlich, sondern letztendlich das Leben behindernd, denn das Lernen gehört zum Leben.